Häufige Fragen zu Photovoltaik
Neunzehn Fragen, die uns Interessenten immer wieder stellen – von den Kosten über den Ertrag bis zur Wartung. Fehlt Ihre Frage? Dann schreiben Sie uns.
Grundlagen
Was Photovoltaik ist und was sie bringt
Was ist Photovoltaik und wie funktioniert es?
Photovoltaik wandelt Sonnenlicht direkt in elektrische Energie um. Dafür werden Solarzellen aus halbleitendem Material verwendet. Trifft Licht auf die Zellen, entsteht eine elektrische Spannung – und daraus Strom.
Was sind die Vorteile von Solarstrom?
Solarstrom ist sauber und erneuerbar und senkt den CO₂-Ausstoß. Wirtschaftlich betrachtet reduziert er die Energiekosten und macht sie langfristig planbarer, weil ein Teil des Strompreises nicht mehr vom Markt abhängt.
Aus welchen Bauteilen besteht eine PV-Anlage?
- Photovoltaikmodule: wandeln Sonnenstrahlung über den photovoltaischen Effekt in elektrische Energie um. Sie sind langlebig, werden immer effizienter und machen unabhängig von fossilen Brennstoffen.
- Wechselrichter: konvertieren den erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom, der im Haushalt genutzt wird. Moderne Geräte überwachen zusätzlich laufend die Anlagenleistung.
- MPP-Tracker: sitzt meist im Wechselrichter und bestimmt fortlaufend den Betriebspunkt mit der höchsten Leistungsausbeute – besonders bei wechselnder Witterung.
- Intelligente Stromzähler: erfassen Verbrauch und Erzeugung in Echtzeit und helfen dabei, den Eigenverbrauch zu erhöhen.
- Batteriespeicher: speichern überschüssige Energie für Spitzenlastzeiten oder die Nacht. Das erhöht die Unabhängigkeit vom öffentlichen Netz.
- Energiemanagementsystem: analysiert Verbrauchsmuster und verteilt Energie effizient im Haus.
- Wallbox: lädt das Elektrofahrzeug direkt mit Solarstrom statt mit Netzstrom.
Kosten & Ertrag
Was es kostet und was zurückkommt
Wie hoch sind die Kosten für eine Photovoltaik-Anlage?
Die Kosten hängen von vielen Faktoren ab: Anlagengröße, Modultyp, Anzahl der Wechselrichter und Installationsaufwand. In der Regel kostet eine durchschnittliche Photovoltaikanlage zwischen 15.000 und 25.000 Euro.
Wie viel Strom kann eine Photovoltaik-Anlage produzieren?
Das hängt von Anlagengröße, Modulart, Ausrichtung und Sonneneinstrahlung ab. Eine durchschnittliche Anlage produziert etwa 1.000 bis 1.500 kWh pro kWp und Jahr.
Eine Solarstromanlage mit 10 kWp liefert im Durchschnitt ungefähr 8.000 bis 12.500 kWh pro Jahr.
Wie viel Strom kann ich mit einer PV-Anlage sparen?
Entscheidend sind Größe und Ausrichtung der Anlage, der Standort, die Sonneneinstrahlung und Ihr eigener Verbrauch. Eine gut geplante Anlage deckt einen erheblichen Teil des Strombedarfs. Wird mehr erzeugt als verbraucht, wird der Überschuss eingespeist und vergütet.
Wie hoch ist die Einspeisevergütung für Solarstrom?
Die Höhe hängt vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme und vom Einspeisezeitraum ab. In Deutschland liegt sie derzeit bei etwa 7 bis 12 Cent pro Kilowattstunde. Den für Ihre Anlage gültigen Satz nennen wir Ihnen im Angebot.
Wann amortisiert sich eine Photovoltaik-Anlage?
Die Amortisationszeit liegt in der Regel zwischen 8 und 12 Jahren – abhängig von Anlagengröße, Komponenten, Stromverbrauch, Kosten und Förderung. Bei staatlichen Zuschüssen oder hohem Eigenverbrauch kann es schneller gehen.
Wichtig: Eine PV-Anlage ist auf mindestens 25 Jahre ausgelegt. Nach der Amortisation liefert sie also viele weitere Jahre günstigen Strom.
Technik & Installation
Dach, Montage und Speicher
Wie groß muss das Dach sein?
Die Größe richtet sich nach der gewünschten Leistung. Als Faustregel gelten etwa 10 bis 20 Quadratmeter Dachfläche pro kWp. Was auf Ihrem Dach tatsächlich möglich ist, ermitteln wir bei der Dachanalyse.
Wie wird eine Photovoltaik-Anlage installiert?
In der Regel auf dem Dach: Die Solarmodule werden mit Halterungen befestigt und miteinander verbunden. Anschließend wird der Wechselrichter installiert, der den erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt und ins Stromnetz einspeist.
Kann ich eine PV-Anlage auch zur Stromspeicherung nutzen?
Ja, dafür brauchen Sie zusätzlich einen Batteriespeicher. Überschüssiger Strom wird dort gespeichert und steht später zur Verfügung – nachts oder an trüben Tagen.
Kann ich eine PV-Anlage auf dem Balkon oder im Garten installieren?
Ja. In diesem Fall handelt es sich meist um kleinere Anlagen – sogenannte Balkonkraftwerke –, die Geräte im Haushalt oder Garten mit Strom versorgen.
Lässt sich eine PV-Anlage mit einer Wärmepumpe kombinieren?
Ja, und die Kombination lohnt sich meist besonders. Der selbst erzeugte Strom versorgt die Wärmepumpe, was die Energiekosten weiter senkt und den CO₂-Fußabdruck verringert.
Wichtig ist, Anlagengröße und Wärmepumpenleistung sorgfältig aufeinander abzustimmen, damit die Energieversorgung im Winter ausreicht.
Betrieb & Service
Haltbarkeit, Wartung und Garantie
Wie lange hält eine Photovoltaik-Anlage?
Eine PV-Anlage hat eine Lebensdauer von etwa 25 bis 30 Jahren. Die Leistung nimmt im Lauf der Zeit leicht ab, bleibt aber wirtschaftlich. Regelmäßige Wartung und saubere Module verlängern die Lebensdauer.
Wie ist die Lebensdauer von Modulen und Wechselrichtern?
Solarmodule halten in der Regel 25 Jahre oder länger. Wechselrichter haben mit etwa 10 bis 15 Jahren eine kürzere Lebensdauer – ein Tausch während der Betriebszeit ist also einzuplanen.
Wie viel Wartung benötigt eine Photovoltaik-Anlage?
In der Regel nur wenig. Eine Überprüfung der elektrischen Komponenten durch einen Fachbetrieb alle paar Jahre ist sinnvoll. Wir empfehlen eine Wartung etwa alle drei Jahre nach Errichtung der Anlage.
Welche Garantien gibt es für eine Photovoltaik-Anlage?
Hersteller von Solarmodulen und Wechselrichtern bieten in der Regel eine Produktgarantie von 10 bis 15 Jahren. Zusätzlich gibt es meist eine Leistungsgarantie auf die Module über einen Zeitraum von 25 bis 30 Jahren.
Förderung & Umwelt
Zuschüsse und CO₂-Bilanz
Welche Förderungen gibt es für Photovoltaik-Anlagen?
In Deutschland gibt es mehrere Programme. Die wichtigsten:
- EEG-Einspeisevergütung: garantierte Vergütung für eingespeisten Strom nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz.
- KfW-Förderung: zinsgünstige Kredite und Tilgungszuschüsse für den Bau von PV-Anlagen.
- Marktanreizprogramm (BAFA): fördert den Einsatz erneuerbarer Energien in Wohngebäuden.
- Länderförderung: einzelne Bundesländer legen zusätzliche Programme auf.
- Kommunale Programme: etwa in Aachen, Düsseldorf, Köln, Münster oder Stuttgart.
Welche Programme für Ihr Vorhaben in Frage kommen, prüfen wir im Rahmen der Beratung.
Wie viel CO₂ spart eine Photovoltaik-Anlage ein?
Das hängt von Größe, Standort und Technik ab. In Deutschland spart eine durchschnittliche Anlage mit 5 kWp etwa 3.000 kg CO₂ pro Jahr ein, wenn sie den Strombezug aus dem öffentlichen Netz reduziert.
Zum Vergleich: Das entspricht ungefähr den Emissionen eines Pkw mit 8 Litern Verbrauch auf 100 Kilometern bei 15.000 Kilometern Fahrleistung im Jahr.
Ihre Frage ist nicht dabei?
Schreiben Sie uns an info@pve24.de oder rufen Sie an unter 0176 24634469. Wir antworten in der Regel innerhalb eines Werktages – und nehmen die Frage danach hier mit auf.
Antworten für Ihr Dach statt Durchschnittswerte
Die Zahlen oben sind Erfahrungswerte. Was bei Ihnen herauskommt, rechnen wir konkret aus.